Ab Mai patrouillieren rumänische Polizisten in Luxemburg
Verwaltungsabkommen unterzeichnet
Besserer Informationsaustausch und gemeinsame Einsätze sollen insbesondere Menschenhandel und organisierte Bettelei ins Visier nehmen.
Luxemburg baut die polizeiliche Zusammenarbeit mit Rumänien aus. Am Rande des EU-Rats „Justiz und Inneres“ in Brüssel hat Innenminister Léon Gloden (CSV) am Donnerstag eine Verwaltungsvereinbarung mit seinem rumänischen Amtskollegen Marian-Cătălin Predoiu unterzeichnet. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen nach Angaben des Innenministeriums Menschenhandel und organisierte Bettelei.
Das Ministerium betont in einer Pressemitteilung, die Vereinbarung solle insbesondere den Informationsaustausch erleichtern und gemeinsame Einsätze unterstützen. Ein sichtbares Element seien temporäre gemeinsame Patrouillen: Ab Mai 2026 sollen rumänische Polizeibeamtinnen und -beamte in Luxemburg präsent sein und an der Seite der luxemburgischen Polizei an Streifen sowie Aufgaben der öffentlichen Sicherheit teilnehmen.
Gloden wird in dem Kommuniqué mit der Einschätzung zitiert, grenzüberschreitende Kriminalität erfordere stärkere Instrumente. Darauf weise auch der Bericht der Beratenden Menschenrechtskommission (CCDH) über Menschenhandel hin, der am 29. Januar in der Abgeordnetenkammer vorgestellt wurde.
Über klassische Polizeiarbeit hinaus soll die Kooperation nach Darstellung des Ministeriums auch den Austausch zu Desinformation, hybriden Bedrohungen und Cybersicherheit umfassen. Konkrete Mechanismen nennt das Kommuniqué nicht.
